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Erfolgreiches Lobbying braucht Hartnäckigkeit und Geduld

Swiss Olympic ist als Dachverband die Schnittstelle zwischen Sport und Politik. Christof Kaufmann, Leiter Public Affairs bei Swiss Olympic, erklärt, warum Lobbying für den Sport wichtig ist und wie erfolgreiches Lobbying funktioniert.

Seit fünf Jahren betreibt Swiss Olympic professionelles und systematisches Lobbying. Erst seit fünf Jahren, ist man versucht zu sagen, denn wer in der Politik auf Bundesebene etwas erreichen will, muss die richtigen Kontakte haben und die richtigen Leute überzeugen – das gilt auch für den Sport.

Als Leiter Public Affairs von Swiss Olympic ist Christof Kaufmann der «Cheflobbyist» für den Sport. Er sagt, am wichtigsten für erfolgreiches Lobbying seien viel Hartnäckigkeit und noch mehr Geduld. «Als Lobbyist braucht man einen langen Atem. Politische Geschäfte dauern zum Teil Jahre, da muss man dran bleiben und Geduld haben, bis man dann hoffentlich irgendwann einen Erfolg verbuchen kann.»

Als Lobbyist braucht man einen langen Atem. Politische Geschäfte dauern zum Teil Jahre, da muss man dran bleiben und Geduld haben.

Lobbying besteht nicht primär aus Apéros und geselligen Networking-Anlässen. Viel wichtiger ist die Arbeit hinter den Kulissen und im stillen Kämmerlein. «Lösungen zu erarbeiten ist Knochenbüez», sagt Christof Kaufmann. «Man muss sich in die Details von Verordnungen einarbeiten, viele Gespräche führen und mit Spezialisten nach Lösungen suchen, bevor man einen Lösungsvorschlag in die Politik tragen kann.» Das sei mit viel Aufwand verbunden und das werde – gerade im Sport – noch zu wenig gemacht.

Dass der Sport in der Politik selten im Fokus steht, stört Christof Kaufmann nicht. Im Gegenteil: «Parlament und Behörden begegnen unseren Anliegen in der Regel wohlwollend, darum wird weniger darum gestritten. Wer sich für gute Rahmenbedingungen für den Sport einsetzt, findet meist ein offenes Ohr.»

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